So oder so ähnlich könnten meine aktuellen Gedankengänge zusammengefasst werden. Was mache ich nun, wenn Vampirnächte auf St. Pauli endlich veröffentlicht ist? Lehne ich mich zurück und genieße den Moment? Oder stürze ich mich direkt ins nächste Projekt – und wenn ja, in welches?
Die Frage, ob ich etwas völlig Neues schreiben oder lieber eine Fortsetzung beginnen sollte, hat mich in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt. Und wie die geneigte Leserschaft vielleicht schon ahnt, scheint es im Moment tatsächlich eher auf eine Fortsetzung hinauszulaufen.
Warum?
Nun, der Hauptgrund ist wohl, dass ich meine bisherigen Figuren schlichtweg liebgewonnen habe. Sie sind mir beim Schreiben ans Herz gewachsen – mit all ihren Eigenheiten, Schwächen und Geheimnissen. Und ihre Geschichte fühlt sich für mich noch nicht vollständig erzählt an. Einige Fäden liegen noch lose da, manche Fragen sind offen geblieben.
Natürlich wird es auch neue Charaktere und Handlungsstränge geben. Bei meinen bisherigen Notizen taucht beispielsweise ein neuer Vampir auf, der in London lebt. Aus bislang unerfindlichen Gründen hat ihn jedoch irgendetwas nach Hamburg gelockt.
War es die wiedererwachte Quelle? Oder Darian?
Hat Elias vielleicht seine Finger im Spiel …?
Ich merke, wie sich beim bloßen Nachdenken darüber schon wieder neue Szenen, Dialoge und Konflikte in meinem Kopf entfalten. Vielleicht ist das der Moment, an dem man als Autor merkt, dass eine Geschichte noch weiterleben will.
Wie lange ich den Figuren diesmal folgen werde, weiß ich noch nicht. Aber eines steht fest: Die Nächte über St. Pauli sind noch nicht vorbei.
